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Das gemeinsame Miteinander gestalten

Entwurf

In Helmstedt leben ca. 1.500 Migranten. Das sind rund 6 % der Gesamtbevölkerung. Der drastische Arbeitsplatzabbau in unserer Region hat viele der oft gering qualifizierten Migranten aus ihren Arbeitsplätzen gedrängt. Berufliche Perspektive und Arbeit sind wichtig für die Integration der Migranten. Unter Integration versteht die SPD eine gleichberechtigte Teilhabe am politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben in unserer Stadt. Die SPD setzt sich für Partizipation und Chancengleichheit unabhängig von nationaler Zugehörigkeit ein.
 



  • Die Zusammenarbeit mit den Migrantengruppen muss insbesondere mit Blick auf die Kindergartenförderung und die Unterstützung während des Schulbesuches verstärkt werden. Ein verstärktes Angebot an Deutschkursen für Kinder, aber auch für Eltern ist unabdingbar. Die Sprachkompetenz ist und bleibt ein Schlüsselfaktor für Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Daher unterstützen wir die Schularbeitenhilfe der AWO, den muttersprachlichen Unterricht in Schulen und das Angebot von Sprachkursen der Volkshochschule. Ein besonderes Gewicht muss dabei auf der Förderung von Frauen und Mädchen liegen. Dabei kommt dem JFBZ eine besondere Aufgabe zu.
  • In Helmstedt leben ungefähr 220 Migranten, die älter als 60 Jahre sind. Im Landkreis Helmstedt sind es ca. 500 ältere Migranten. Die SPD wird sich für die Pflege der älteren Migranten einsetzen, die in ihren Familien nicht mehr gepflegt werden können. Wir möchten Möglichkeiten geschaffen wissen, dass diese Menschen in Würde ihren Lebensabend erleben können. Eine kultursensible Altenpflege ist allerdings nur möglich, wenn sich die sozialen Einrichtungen auch für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der anderen Kulturkreise öffnen. Junge Menschen mit Migrationshintergrund müssen für diese Berufe gewonnen werden. Auch wenn diese Jugendlichen nicht mehr streng nach den Regeln ihres Heimatlandes oder ihrer Religion leben, so sind sie doch über ihre Eltern und Großeltern mit der Kultur vertraut.
  • Die SPD unterstützt die Bemühungen, einen Träger für ein internationales Café als eine ganztägige Begegnungsstätte für Deutsche und Migranten zu finden.
  • Die Integration der in unserer Stadt lebenden MigrantInnen und Migranten ist uns ein zentrales Anliegen. Die Initiativen der letzten Jahrzehnte waren und sind in Helmstedt sehr erfolgreich. Daher werden wir uns auch weiterhin für die Förderung von Arbeitskreisen einsetzen, die sich das Zusammenleben mit ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zum Ziel gesetzt haben.
  • Die von der Arbeiterwohlfahrt durchgeführte Sozialberatung für Migrantinnen und Migranten muss erhalten und erweitert werden.
  • Die Forderung nach Chancengleichheit für Migranten bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen in Verwaltungen muss erfüllt werden.
  • Ein großer Teil der Bevölkerung ist von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen. Wir fordern Kommunales Wahlrecht für alle Menschen, die seit mindestens fünf Jahre mit einem festen Aufenthaltsstatus in Helmstedt leben.
  • Wir werden uns für eine Begräbnisstätte für unsere muslimischen Mitbürger einsetzen.

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